Statement zum CAS-Entscheid
Swiss Ice Hockey ist sich der Sensibilität sowie der sportlichen, politischen und gesellschaftlichen Tragweite dieser Thematik bewusst. Der Verband verfolgt die aktuellen Entwicklungen aufmerksam und nimmt auch die Positionierungen anderer nationaler Eishockeyverbände zur Kenntnis.
Marc Lüthi, Präsident der Swiss Ice Hockey Federation, sagt: «Der CAS ist die höchste Instanz der internationalen Sportgerichtsbarkeit, die IIHF der oberste internationale Verband im Eishockey ausserhalb der NHL. Wir verurteilen Angriffskriege und akzeptieren diese nicht, momentan befinden wir uns aber nicht auf der politischen, sondern auf der sportlichen Ebene und es liegt nun in erster Linie an der IIHF, über die weiteren Schritte und die Umsetzung des Urteils zu entscheiden, das ich persönlich kritisch sehe. Dabei wird insbesondere zu klären sein, ob und unter welchen Voraussetzungen russische Nationalteams wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen können oder ob weiterhin Gründe für einen Ausschluss bestehen. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, wäre es verfrüht, über mögliche Konsequenzen für die Schweiz zu spekulieren.
Sobald Klarheit über das weitere Vorgehen der IIHF besteht, werden wir die Situation in der Schweiz sorgfältig analysieren und uns mit den zuständigen politischen Stellen sowie weiteren relevanten Akteuren austauschen. Einen Entscheid von solcher Tragweite wird die Swiss Ice Hockey Federation nicht im Alleingang treffen. Zum jetzigen Zeitpunkt vorzupreschen, wäre der falsche Weg. Entscheidend ist, dass wir die verschiedenen Perspektiven berücksichtigen und die Situation nüchtern, sachlich und ohne vorschnelle oder emotionale Schlussfolgerungen beurteilen.»
Aufgrund der ausserordentlichen Situation hat sich Marc Lüthi heute gegenüber SRF bereits vor Ablauf seiner angekündigten 100-Tage-Frist öffentlich geäussert. Diese Ausnahme beschränkt sich auf die aktuelle Thematik und dieses Interview. Im Übrigen hält Marc Lüthi an der ursprünglich kommunizierten Frist fest.