Editorial Vizepräsident
Sehr geehrte Damen und Herren,
Editorial Vizepräsident
Sehr geehrte Damen und Herren,

Marc-Anthony Anner Vizepräsident Präsident des Nachwuchs‑, Amateur‑ und Frauensports
«Unsere Aufgabe ist es, die verschiedenen Realitäten unter einem Dach zu vereinen, die Erwartungen des Amateursports, des Breitensports, des Nachwuchses und des Profisports in Einklang zu bringen, um ein gemeinsames Projekt aufzubauen, das dem Schweizer Eishockey dient.»
Stand: Ende Geschäftsjahr, Juni 2026
liebe Freundinnen und Freunde des Schweizer Eishockeys,
Ich darf Ihnen das zweite Jahr in Folge - und mangels eines Verwaltungsratspräsidenten - als Vizepräsident der Swiss Ice Hockey Federation sowie als Präsident des Nachwuchs-, Amateur- und Frauensports den Jahresrückblick präsentieren.
Abgesehen von dieser besonderen Situation bietet mir dieser Rückblick die Möglichkeit, eine wesentliche Frage zu beleuchten: die der Führung unseres Verbandes.
Einem Verband vorzustehen ist nicht dasselbe, wie ein Unternehmen oder eine kantonale Verwaltungsabteilung zu führen. Die Stärke eines Verbandes beruht auf seinen Mitgliedern: den Clubs. Diese sind zwar ganz unterschiedlich organisiert, als Vereine, GmbHs oder Aktiengesellschaften, teilen aber dieselbe Leidenschaft und verfolgen dieselbe Mission. Unsere Aufgabe ist es, die verschiedenen Realitäten unter einem Dach zu vereinen, die Erwartungen des Amateursports, des Breitensports, des Nachwuchses und des Profisports in Einklang zu bringen, um ein gemeinsames Projekt aufzubauen, das dem Schweizer Eishockey dient.
Die zukünftige Zusammensetzung des Verwaltungsrates wird diesbezüglich eine grosse Herausforderung darstellen, nicht nur was die Mitglieder betrifft. Es geht darum, eine Führung aufzubauen, die alle Schwerpunkte unseres Verbandes repräsentiert und eine ambitionierte, nachhaltige und zukunftsorientierte Vision tragen kann.
Diese Zukunft beruht vor allem auf der sportlichen Aktivität und der DNA unseres Landes.
Die vergangene Saison hat einmal mehr die Vitalität des Eishockeys in der Schweiz demonstriert. Alle nationalen Meisterschaften in allen Kategorien fanden unter hervorragenden Bedingungen statt, und das Interesse des Publikums wächst immer weiter. Diese Dynamik ist äusserst zufriedenstellend.
Wir dürfen uns deswegen jedoch nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Gewisse Verhaltensweisen auf und neben dem Eis erinnern uns daran, dass Werte wie Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Beispielhaftigkeit weiterhin im Zentrum all unserer Tätigkeiten stehen sollen. Dabei handelt es sich um eine Herausforderung, die wir in den nächsten Jahren gemeinsam angehen müssen.
Ich möchte allen Teams für ihre sportlichen Leistungen während der gesamten Saison meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen.
Ebenso möchte ich mir die Zeit nehmen, all denjenigen zu danken, die dies alles erst möglich machen: den Freiwilligen, den Kommissionsmitgliedern, den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern, den Mitarbeitenden der SIHF sowie allen Fachleuten, die täglich hinter den Kulissen arbeiten. Euer Engagement, eure Kompetenz und eure Leidenschaft erwecken unseren Verband zum Leben. Ohne euch wäre nichts möglich. Vielen Dank!
Bei den Wettbewerben führten wir die letzte Ausgabe des National Cups der Herren durch, den wir in guter Erinnerung behalten werden. Für mich persönlich ist die Einstellung dieses Wettbewerbs natürlich mit einigem Bedauern verbunden, da er ein wichtiger Teil unseres sportlichen Erbes war und für die Regionen eine grosse Bedeutung hatte.
Seine Entwicklung hin zu einem reinen Frauensportevent stellt jedoch eine hervorragende Gelegenheit dar. Sie zeugt von unserem erklärten Willen, das Fraueneishockey gemeinsam mit den Clubs weiterzuentwickeln und ihm damit eine immer grössere Sichtbarkeit und mehr Perspektiven zu verschaffen.
In diesem Zusammenhang kommen wir natürlich nicht umhin, uns an die aussergewöhnlichen Emotionen der Olympischen Winterspiele in Mailand zu erinnern. Mit dem Gewinn der historischen Bronze-Medaille hat unser Frauen-Nationalteam das ganze Land in Begeisterung versetzt und eine neue Generation von Eishockeyspielerinnen inspiriert. Diese Leistung ist mehr als nur ein sportlicher Erfolg: Sie eröffnet neue Perspektiven, weckt Interesse und zeigt, dass alles möglich ist, wenn Talent, harte Arbeit und Entschlossenheit aufeinandertreffen.
Liebe Damen, ich gratuliere herzlich und bedanke mich im Namen der Swiss Ice Hockey Federation.
Weiter möchte ich unserer U18-Männer-Nationalmannschaft zum ersten Platz an der letzten Weltmeisterschaft der Division 1A gratulieren. Diese Leistung belohnt die Arbeit der Spieler, des Staffs und aller Beteiligten in der Nachwuchsförderung und bestätigt die Qualität des Schweizer Eishockeynachwuchses. Trotz dieses voll und ganz verdienten sportlichen Erfolgs wird die Mannschaft jedoch nicht in die erste Division aufsteigen. Aufgrund der Rückkehr von Belarus in die Weltelite hat sich die International Ice Hockey Federation entschieden, keinem weiteren Aufstieg stattzugeben.
Bei den Männern wurden die berechtigten Erwartungen der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen zwar nicht erfüllt, das Ziel eines jeden Sportlers ist schliesslich immer der Sieg, doch die Reaktion war bemerkenswert. Die bei uns ausgetragenen Weltmeisterschaften bescherten dem Schweizer Eishockey einen aussergewöhnlichen Moment. Unser Team wurde von leidenschaftlichen Fans angefeuert und gewann vor ausverkauften Rängen die dritte Silber-Medaille in Folge und bestätigte damit eindrücklich ihren Platz unter den besten Eishockeynationen der Welt.
Neben den sportlichen Ergebnissen waren die Weltmeisterschaften 2026 ein Erfolg, der weit über die beiden Austragungsorte hinausreichte. Dieses menschliche und organisatorische Abenteuer wird allen Eishockeyfans in Erinnerung bleiben.
Ich möchte mich bei allen Beteiligten, den Clubs, den öffentlichen Einrichtungen, den Partnern, den Freiwilligen und den Vertriebsorganisationen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, ganz herzlich bedanken.
Die Schweiz hat erneut bewiesen, dass sie in der Lage ist, die grössten internationalen Sportevents zu beherbergen, zu organisieren und bekannt zu machen. Dieser Erfolg stimmt uns zuversichtlich für die nächsten grossen Projekte: einerseits die Austragung der Frauen-Weltmeisterschaften 2028 und andererseits, warum nicht, der Olympischen Winterspiele 2038.
Das Jahr 2026 wird zweifellos als Meilenstein in die Geschichte des Schweizer Eishockeys eingehen.
Doch die Erfolge von gestern dürfen uns die Herausforderungen von morgen nicht vergessen lassen. Die Entwicklung unseres Sports, die Ausbildung unseres Nachwuchses, die Unterstützung des Fraueneishockeys, das Fortbestehen unserer Clubs, die Beispielhaftigkeit unserer Führung und unsere Fähigkeit, zusammenzuhalten, bilden die Grundlage für unseren zukünftigen Erfolg.
Liebe Junge und weniger Junge.
Liebe Clubs und Sportverbände.
Liebe Spielerinnen, Spieler, Trainerinnen, Trainer, Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter, Managerinnen und Manager.
Liebe Mitarbeitende der SIHF.
Liebe Freiwillige und Regionalgremien.
Ich bedanke mich ganz herzlich für euer Engagement, eure Treue und eure Leidenschaft.
Lasst uns zusammen einen starken, offenen, ehrgeizigen und vereinten Verband aufbauen.
Denn das Schweizer Eishockey ist nie so stark, wie wenn es geschlossen auftritt.
Gemeinsam haben wir ein neues grosses Kapitel unserer Geschichte geschrieben. Und gemeinsam werden wir noch viele weitere schreiben.
Mit sportlichen Grüssen
Marc-Anthony Anner Vizepräsident des Verwaltungsrats Präsident des Nachwuchs-, Amateur- und Frauensports
«Die Schweiz hat erneut bewiesen, dass sie in der Lage ist, die grössten internationalen Sportevents zu beherbergen, zu organisieren und bekannt zu machen. Dieser Erfolg stimmt uns zuversichtlich für die nächsten grossen Projekte: einerseits die Austragung der Frauen-Weltmeisterschaften 2028 und andererseits, warum nicht, der Olympischen Winterspiele 2038.»