Slovakia Diary – Tag 16 & 17: Fassungslosigkeit – und der Blick nach vorne

Gestern die bittere Enttäuschung mit dem Out im WM-Viertelfinal gegen Kanada, heute bereits zurück in der Heimat: Im letzten Slovakia Diary blicken wir auf die letzten zwei Tage der Schweizer Nati an der WM in der Slowakei zurück.


Schweizer Fassungslosigkeit

Ein Wimpernschlag. Mehr hat nicht gefehlt, und die Schweizer Nationalmannschaft wäre am Samstag in Bratislava im WM-Halbfinal gestanden. Einen Wimpernschlag vor Ende der regulären Spielzeit gelang Kanada im Viertelfinal in Košice der 2:2-Ausgleich – die Schweiz lag nach Toren von Sven Andrighetto und Nico Hischier bis 59 Minuten und 59.6 Sekunden vor Spielende mit 2:1 in Führung. In der 6. Minute der Verlängerung endete schliesslich der Traum des zweiten Halbfinaleinzugs in Serie mit dem Siegtreffer des Kanadiers Mark Stone. Auf der Schweizer Bank: Fassungslosigkeit und tiefe Enttäuschung. Manch einem fällt es in den anschliessenden Interviews schwer, Worte für den Ausgang dieses Spiels zu finden – und es gibt ja eigentlich auch keine.

Der Blick nach vorne

Und trotzdem: Die Schweizer Nationalmannschaft darf positiv auf die WM-Kampagne 2019 zurückblicken. So sagte Nationalmannschafts-Direktor Raeto Raffainer, für den es vor dem Wechsel zum HC Davos das letzte grosse Turnier mit Swiss Ice Hockey war, gegenüber SRF: «Wir haben Kanada mit 20 NHL-Spielern an den Rand der Verzweiflung gebracht. Ich hoffe, dass man in der Schweiz stolz ist auf die Nati.» Und Headcoach Patrick Fischer richtete den Blick nach vorn: «Wir wollen ganz nach oben, da wird dieses Spiel ein ‹Lerblätz› sein.»

2020 bietet sich der Nati vor heimischem Publikum an der WM in Zürich und Lausanne wieder die Chance, Grosses zu erreichen und die eigenen Fans zu begeistern, so wie sie das auch in diesem Jahr getan hat. Die ersten Vorrunden-, Finalrunden und Arena-Packages für die Heim-Weltmeisterschaft gibt es übrigens hier bereits zu kaufen.

Zurück in der Heimat

Bereits am Freitagmorgen ging es für die Mannschaft zurück in die Heimat. Ein Reisebus brachte die Nati von Košice in rund drei Stunden durch die Slowakei und Ungarn nach Budapest, von wo man mit der Swiss nach Zürich flog. Dort bereiteten ein paar Dutzend Fans den Spielern einen herzlichen Empfang. Und auch wenn die Enttäuschung über die gestrige Niederlage noch tief sitzt: Die Fans zeigten - heute und während der letzten zwei Wochen - wie stolz die Schweiz auf die Eishockey-Nationalmannschaft ist.